Darwins Grundannahmen
Eine Einführung
Darwin (1809 - 1882) war englischer Naturwissenschaftler. Am 1.Juli 1859 veröffentlichte er sein Werk über den Ursprung der Arten durch Mittel der natürlichen Selektion oder die Erhaltung bevorzugter Rassen im Kampf um das Leben. Seine Theorie basiert auf folgenden Hypothesen:
- Veränderlichkeit: Die Welt unterliegt einem kontinuierlichen Veränderungsprozess.
- Gemeinsame Abstammung: Alle Organismen stammen von gemeinsamen Vorfahren ab.
- Allmählichkeit der Evolution: Die Evolution erfolgt stets allmählich und nicht in Sprüngen.
- Natürliche Auslese: Die am besten angepassten Individuen zeugen am meisten Nachkommen, dadurch werden schlechter Angepasste verdrängt.
- Abänderungen, welche weder vorteilhaft noch von Nachteil sind, werden von diesem Prozess nicht berührt.
Quelle: Wikipedia
Änderungsprozesse verliefen nach seiner Darstellung zufällig ab und wurden nicht durch gezielte Eingriffe gesteuert. Aus zunächst unbelebter Materie entstand belebte Materie (Zellen, Organismen). Alle Arten entwickelten sich durch Mutation (Veränderungen) immer höher bis hin zu heutigen Erscheinungsformen des Lebens. Alle Anpassungsprozesse, z.B. der Lebewesen an die Umwelt, wurden durch Selektion (Auswahl) gesteuert. Alle Lebewesen stehen in einem harten Überlebenskampf. Der Stärkere überlebt. Evolution kommt nicht zum Stillstand, sie findet heute noch statt.
In der Wissenschaft gilt Darwins Theorie als gesicherte und bewiesene Tatsache.
Anm.: Der Begriff Mutation stammt nicht von Darwin und wurde erst nach ihm geprägt.
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Zufall
Dieser Begriff spielt in der Evolutionstheorie eine zentrale und entscheidende Rolle. Die Verwendung dieses Wortes ist jedoch ungenau, weil mit ihm vieles begründet wird, wofür es eigentlich keine einleuchtende Erklärung gibt. Darum soll hier eine genauere Beschreibung des Begriffes erfolgen.
Zufall ist ein Ereignis, das aufgrund vieler unbekannter Faktoren nicht vorhersehbar ist, aber trotzdem eintreffen kann. Ein typische Beispiel ist der herunterfallende Dachziegel eines Hauses.
Ein fiktives Ereignis: Herr Sorglos verläßt seine Wohnung, um einzukaufen. Auf seinem Weg muß er an einem Haus vorbei, das an der Einmündung zur Hauptstraße steht. Seine Frau sagt noch besorgt: "Geh nicht diesen Weg. Auf dem Haus liegen Dachziegel, die könnten Dir auf den Kopf fallen". Herr Sorglos hört nicht darauf, weiß er doch, daß die Chancen für so einen Unfall äußerst gering sind und er deswegen beruhigt gehen kann. An der Einmündung zur Hauptstraße passiert das Unvorstellbare: Ein Dachziegel fällt vom Haus herab und trifft Herrn Sorglos ...
Solche Zufälle gibt es. Sie sind nicht vorhersehbar, geschehen aber. Auf dieser Basis läßt sich ein zufälliger Evolutionsprozeß erklären. Er ist unwahrscheinlich, hat aber stattgefunden.
In dem fiktiven Beispiel darf ein wichtiger Punkt nicht übersehen werden: Alle Faktoren, die zu diesem Zufall führten, mußten im entscheidenden Moment vorhanden sein. Hätte nur einer gefehlt, wäre der Unfall nicht passiert.
- Ohne Haus an der Einmündung wäre nichts passiert. Herr Sorglos konnte seinen Weg völlig unbekümmert gehen.
- Ohne Herrn Sorglos wäre der Dachziegel vom Haus gefallen, es wäre aber nichts passiert.
- Ohne Dachziegel wäre nichts auf Herrn Sorglos gefallen.
- Wäre das Haus später gebaut worden, wäre zu diesem Zeitpunkt nichts passiert.
- Ohne ... wäre der Zufall nicht eingetreten.
Bei einem Zufall müssen alle notwendigen Faktoren im richtigen Moment vorhanden sein, andernfalls findet er nicht statt. Ohne geeignete Faktoren kann sich nichts ereignen.
Auf dieser Basis läßt sich Evolution nicht erklären. Ohne irgendetwas entwickelt sich nichts. Wenn die notwendigen Faktoren fehlen, kann sich kein Zufall ergeben. Ein Entwicklungsprozeß ist damit ebenfalls ausgeschlossen, sei er zufällig oder gelenkt.
Damit ist auch der Urknall keine gesicherte Erkenntnis, weil die auslösenden Faktoren unbekannt sind.
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Mutationen
Lebensformen passen sich anderen Umweltbedingungen an. Das erfolgt in kleinen Schritten. Wichtig ist, daß sich die Lebensform seine Änderungen merkt und an die Nachfolgegeneration weitergibt. Die notwendigen Informationen dazu werden im Erbgut gespeichert, das dann alle Umbildungsprozesse steuert. Änderungen am Erbgut bezeichnet man als Mutationen. Sie sind ein wesentliches Element der Evolutionstheorie. Da Mutationen keine Zielsetzungen kennen, sind sie dem Zufall überlassen. Niemand kann vorhersagen, in welche Richtung sie sich entwickeln.
Diese Sicht muß kritisch betrachtet werden. Zufall kann nicht Informationen im Erbgut speichern oder dieses steuern. Mutationen wissen nicht, was sie bewirken. So ist es möglich, daß sich aus einer Kieme nicht die erforderliche Lunge entwickelt, sondern etwas, das den Zweck der Atmung nicht erfüllt. Dem Zufall überlassene Mutationen sind nicht in der Lage, Verbesserungen für eine Lebensform zu erzeugen. Weitaus bedeutender ist, daß Mutationen in den meisten Fällen zur Verschlechterung bis hin zum Absterben einer Lebensform führen.
Dazu ein Beispiel aus der Medizin: Es gibt Änderungen in bestimmten Abschnitten der Erbsubstanz des Menschen (Genmutationen), die krankhafte Auswirkungen haben. Kein Mediziner würde eine Behandlung ablehnen und solche Veränderungen dem Zufall überlassen in der Überzeugung, daß sich dadurch eine höhere Lebensform entwickelt. Das wäre unterlassene Hilfeleistung. Mir ist noch kein Bericht bekannt, der aussagt, daß Mediziner Änderungen in der Erbsubstanz als positiv angesehen haben.
Ärzte bekämpfen Mutationen, weil sie dem Leben schaden. Sie bekämpfen damit einen Vorgang, der einmal unser Leben ermöglicht haben soll.
Mutationen leisten i.d.R. nichts zum Erhalt des Lebens, sondern fördern den Zerfallsprozeß.
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Selektionen
Selektion hat in der Evolution die Aufgabe, die für das Leben optimal angepassten Lebensformen und Funktionen auszuwählen, andere sterben dagegen aus. Aus diesem Grund erscheint das Leben heute perfekt, in sich rund und den Umweltbedingungen angepasst.
Dieser Begriff wird, wie auch der Zufall, sehr ungenau verwendet. Darum soll auch hier eine genauere Erklärung erfolgen.
Selektion hat eine regulierende Aufgabe. Sie trennt Geeignetes von Ungeeignetem. Ohne sie wäre das System unseres Lebens nicht das, was es heute ist, möglicherweise würde es Leben gar nicht geben. Selektion ist der Entscheidungsträger des Lebens. Um solche Entscheidungen treffen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Selektion benötigt:
- Zielvorgaben. Was soll erreicht werden ?
- Kriterien, um Entscheidungen zu treffen.
- Zu selektierende Objekte, um überhaupt etwas selektieren zu können.
- Sensorsysteme, um den Stand einer Entwicklung erkennen zu können.
- Vergleichssysteme, für einen Soll - Ist - Vergleich.
- Weichenstellung, um die getroffene Entscheidung in die gewünschte Richtung zu lenken.
- ...
In der Technik gibt es dafür Begriffe wie Sollvorgaben, Parameter, Regelstrecken, Datenerfassung, Regler, Peripheriegeräte, ... und viele mehr. Auffällig ist, über wieviel eingebaute Logik ein solches System verfügen muß, um seiner Funktion gerecht zu werden.
Damit sind wir mitten in den Problemen der Selektion. Es ist bis heute nicht bekannt, ob sie über Voraussetzungen für die Aufgabe verfügt, die sie erfüllen muß. Wo im Universum findet man die Regeleinheit "Selektion"? Welche Logik enthält sie? Welche Erkennungssysteme hat sie um zu sehen, was es zu selektieren gibt?
Um Prozesse zu lenken, die zu einer anderen Lebensform führen, ist Selektion ohne definierte Vorgaben untauglich. Der Zufall kann keine Vorgaben erbringen, weil ihm i.d.R. die notwendigen Faktoren zum richtigen Zeitpunkt fehlen.
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Anpassung
Alle Lebewesen haben sich im Verlauf der Evolution ihrer Umwelt angepasst. So haben Tiere des Wassers, als sie an Land kamen, Beine und Kiemen gebildet, ihre Haut geändert, den Verdauungstrakt ... und ... und... Ohne solche Anpassung wäre kein Leben, das dem Wasser entstammt, auf dem Lande möglich gewesen. Anpassungen erfolgten auch in Bezug auf die Nahrungsauswahl. Bis heute müssen wir uns ständig unseren Lebensbedingungen anpassen.
Anpassung ist ein komplizierter Vorgang. Es sind u.a. folgende Voraussetzungen dafür nötig:
- Es muß die Notwendigkeit einer Anpassung erkannt werden.
- Es muß die Bereitschaft für eine Anpassung bestehen, unabhängig von der erkannten Notwendigkeit.
- Eine Analyse muß aufzeigen, was, woran und wie angepasst werden muß.
- Die Anpassung muß umsetzbar sein.
- Es müssen die praktischen Mittel zur Verfügung stehen.
- Die Anpassung muß praktisch durchgeführt werden.
- ...
Softwareentwickler kennen Anpassungsprobleme. Sie können die kompliziertesten Programme entwickeln, aber kein Programmierer führt gerne wesentliche Änderungen an Software anderer Hersteller durch. Der Aufwand ist einfach zu groß um verstehen zu lernen, wie diese Programme in ihrer ganzen Komplexität ablaufen. Programmfehler mit schlimmen Folgen sind oft das logische Ergebnis.
Anpassungen sind in vielen Fällen schwieriger und unsicherer als Neuentwicklungen, oft sind sie gar nicht möglich.
Diese Erfahrung kann man auch auf unser Leben beziehen. Wer gibt einer Lebensform die o.g. Hinweise, Zielsetzungen, Analysen und Werkzeuge, um Änderungen durchzuführen? Wer kennt die Zusammenhänge des Lebens, um darauf aufbauend Anpassungen zu vollziehen? Wer oder was entscheidet, ob eine neue Mutation gegenüber einer Änderungsmutation nicht vorteilhafter wäre? Zufall und Selektion als Teil des
TdU können diese Aufgabe nicht bewältigen.
Leben verträgt nur geringe Abweichungen. Weil sie i.d.R. eine lebensverkürzende oder tödliche Wirkung haben, werden sie von Medizinern als Krankheit bekämpft. In keinem Fall entwickeln sie eine höhere Lebensform.
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Zeiträume
Alle Entwicklungen fanden nach Darwin innerhalb sehr großer Zeiträume statt. Damit konnten sich die einzelnen Prozesse in sehr kleinen Schritten vollziehen. Diese Aussage ist logisch, würden doch zu große Schritte den Änderungserfolg einer Lebensform gefährden. Alle Änderungen werden von Zufall, Mutation und Selektion bestimmt. Das Alter des Universums wird heute auf ca. 14 Milliarden Jahre geschätzt. In einem derart unvorstellbaren Zeitraum kann sich vieles ereignet haben.
Leider werden hier die beiden sehr unscharfen Begriffe von Zufall und Selektion verwendet, die an ganz entscheidenden Punkten einer Entwicklung aktiv sein müssen. Wenn aber an diesen Punkten keine geeigneten Faktoren für einen Zufall vorhanden sind und die Selektion gar nicht weiß, wie und was zu entscheiden ist, was hat sich dann in diesem großen Zeitraum abgespielt ?
Viele Entwicklungen müssen gleichzeitig ablaufen und perfekt aufeinander abgestimmt sein. Ein Lebewesen, das über ein Herz mit Klappen verfügt, hat nicht die Überlebenschance von einer Sekunde, wenn sich die Herzklappen noch entwickeln müssen. Es stirbt ab. Damit wäre gleichzeitig ein Entwicklungsprozess von vielen Jahren abgebrochen, die bis dahin aufgebaute Prozeßerfahrung geht ebenfalls verloren. Leben kann nur existieren, wenn alle nötigen Faktoren gleichzeitig und in perfekter Abstimmung vorhanden sind, sonst stirbt es ab.
Organisches Leben hat keine Zeit für Experimente, dafür ist die Lebenserwartung zu gering.
Wenn der Zeitbedarf für einen zufälligen Entwicklungsprozeß wesentlich höher ist als die Lebenserwartung der sich daraus entwickelnden Lebensform, so wird er (der Entwicklungsprozeß) nicht zu Ende geführt, sondern stirbt gemeinsam mit der Lebensform ab.
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Zusammenfassung
Hiermit wurden die Grundannahmen von Darwin in sehr kurzer Form erläutert. Für ausführliche Abhandlungen verweise ich auf die vielfältige Literatur. Dort finden diese Grundzüge ebenfalls ihren Niederschlag.
Die kritischen Betrachtungen stehen der Evolutionstheorie diametral entgegen. Entsprechend gestalten sich die Auseinandersetzungen der Parteien. Leider hat sich die Situation bis heute verschärft. Es wird mit Beleidigungen, Unterstellungen und Verunglimpfungen agiert. Da stellen Wissenschaftler des einen Lagers die Kollegen der Gegenseite gewissermaßen als "Deppen" da. Warum eigentlich? Alle Seiten haben ihre wissenschaftliche Qualifikation erworben. Mit welcher einsehbaren Überzeugung kann der Professor einer Universität den Kollegen einer anderen Universität verunglimpfen, nur weil er gegenteiliger Ansicht ist? Gibt es in unserem Land neben einer wissenschaftlichen Qualifikation zusätzlich die Anforderung, einer bestimmten Denkrichtung anzugehören? Aus England und Deutschland sind Evolutionsvertreter bekannt, die mit bissiger Arroganz alles niedermachen, was nicht ihrer Auffassung entspricht. Einiges dazu finden Sie in den
Zitaten.
Es bleibt im Interesse aller Menschen zu hoffen, daß die verschiedenen Parteien zu respektvollem Umgang miteinander finden und auf die heute üblichen Polemiken verzichten.
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Die Begriffe Zufall, Mutation und Selektion gehören zum
TdU und sind als Erklärung für die Entstehung der Lebensformen untauglich.
Autor:
Karl Willnat
Erstveröffentlichung: April 2007. Änderungen vorbehalten.
Änderungen
04.10.2007 Änderungen im Abschnitt Mutationen. Das Beispiel in der Medizin wurde geändert.