Berichte
Auf dieser Seite werden Berichte rund um das Thema "Evolution" veröffentlicht. Im Wesentlichen geht es darum, wie Evolutionswissenschaftler ihre Lehrmeinung gegenüber Kritikern vertreten.
Einem möglichen falschen Eindruck soll hier vorgebeugt werden. Einerseits dürften alle Seiten, die sich mit der Evolution befassen, mit mehr oder weniger unsachlichen oder verletzenden Methoden arbeiten, andererseits gibt es auf allen Seiten angenehme Ausnahmen. Wenn an dieser Stelle einseitig über Evolutionswissenschaftler berichtet wird, so erfolgt es aus dem Bemühen heraus, deren Aussage auf den Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen, ob Evolution wirklich eine bewiesene Tatsache und Polemik ein Teil ihrer Argumentation ist.
Prof. Dr. Kutschera verbreitet falsche Tatsachenbehauptungen über die Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V. im „Stern“
Prof. Dr. Kutschera ist Biologieprofessor an der Universität Kassel und Mitglied im VBiol. Seiner wissenschaftlichen Auffassung nach ist er Vertreter der Evolutionsbiologie. Von ihm sind einige Veröffentlichungen bekannt, in denen er rigoros mit seinen Kritikern umgeht.
Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V. besteht aus Wissenschaftlern, die eine gegenteilige Auffassung zur Evolution vertreten. Sie bedient sich einer sehr sachlichen und unaufgeregten Agumentationsweise.
Im März 2007 erschien im Stern ein Artikel, in dem Herr Kutschera falsche Tatsachenbehauptungen über die Studiengemeinschaft aufstellte.
Bedenklich ist, daß eine Zeitschrift wie der "Stern" sich für die Verbreitung solcher Falschaussagen benutzen läßt. Die Presse trägt in unserem Land eine hohe Verantwortung für eine ausgewogene Berichterstattung. Hier wurde man dieser Verantwortung nicht gerecht und hat eine Meinungsmache zu Lasten der Studiengemeinschaft betrieben. Das Interesse der Zeitschrift dahinter ist unbekannt.
Zum Bericht
Quelle:
Studiengemeinschaft Wort und Wissen (mit freundlicher Erlaubnis)
Zur Stellungnahme der AG Evolutionsbiologie
Martin Neukamm hat sich im Namen des Vorstands der AG Evolutionsbiologie zu diesem Fall geäußert.
Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis von Herrn Neukamm
Datum: März 2007
Eine kritische Analyse von Karl Willnat.
Ein fader Nachgeschmack bleibt!
Der Fall Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig
Dr. Lönnig ist Genetiker am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung (MPIZ). Er hatte auf dem Server des Institutes Webseiten veröffentlicht, die sich kritisch mit der Evolution auseinandersetzen. Er handelte mit Erlaubnis des MPIZ. Eines Tages wurden die Seiten gesperrt. Was ist geschehen ?
Zum Bericht von Karl Willnat
Quellen:
- Homepage von Dr. Lönnig (mit freundlicher Erlaubnis)
- Robert Schmidt: "Götter und Designer bleiben draußen". Eine kritische Diskursanalyse der Medienberichterstattung zu Intilligent Design im deutschsprachigen Raum. ( Religion - Staat - Gesellschaft, Verlag Duncker und Humblot - Berlin)
Datum: August 2007
Dr. Lönnig in eigener Sache (April 2009)
Bis heute wurde viel über diesen Vorgang diskutiert. Seitens Prof. Kutschera und Herrn Neukamm von der AG Evolutionsbiologie war es ein notwendiges Vorgehen im Interesse der Wissenschaft, andere dagegen, darunter auch ich selber, sehen es als einen Akt der Wissenschaftszensur an. Das MPIZ hat sich nach anfänglicher Toleranzbekundung dem Druck von Prof. Kutschera gebeugt, gewissermaßen als "Wissenschaftszensur wider Willen".
Inzwischen ist Dr. Lönnig im Ruhestand.
Er hat den Vorgang aus seiner Sicht schriftlich niedergelegt und veröffentlicht. Interessierte Leser finden hier eine ausführliche Darstellung eines leidenschaftlichen Wissenschaftlers, der unverdient diskreditiert wurde. Vergeblich findet man in seinen Ausführungen Polemik oder andere unfreundliche Äußerungen. Dr. Lönnig zeigt eine menschliche Grösse, die man sich von seinen Kritikern nur wünschen kann. Daß seine Darstellungen auch über wissenschaftliche Betrachtungen hinaus gehen, ist verständlich. Immerhin ging und geht es in der Auseinandersetzung um seine ganze Person, den Wissenschaftler und Menschen als Zeugen Jehovas.
Reaktionen seiner Kritiker (nach April 2009)
Nachdem Dr. Lönnig seine Darstellung der damaligen Vorgänge veröffentlicht hatte, erschienen darüber im Internet Kritiken, die nicht unkommentiert bleiben sollten.
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Glosse von Prof. Dr. Andreas Beyer
In dem Buch Kreationismus in Deutschland hat sich Dr.Beyer bereits als polemischer Kritiker gezeigt. Darum ist es bedauerlich, dass er sich in seiner hier vorliegenden Glosse noch einmal übertrifft. Im Juli 2007 hat Dr. Beyer eine eigene Vorstellung des Buches Kreationismus in Deutschland veröffentlicht, dessen Mitautor er selber ist. Darin bemängelt er u.a. Polemiken einiger Mitautoren. Das ist unverständlich, weil er selber äußerst polemisch argumentiert. Noch unverständlicher ist, dass er in seiner Glosse respektlos Tiefschläge austeilt. Dr. Lönnig als einen Hund zu bezeichnen hat nichts mehr mit wissenschaftlicher Kritik, sachlicher Analyse o.ä. zu tun, sondern ist Ausdruck einer egopathischen Lebenseinstellung. Für einen Hochschullehrer ist es ungewöhnlich, sich derart öffentlich zu äußern.
Ich habe den Eindruck, als ob Dr. Beyer die Form einer Glosse gewählt hat, um ungeniert über Dr. Lönnig herziehen zu können.
Zur Kritik von Karl Willnat ...
Der Fall Richard Sternberg - Konsequenzen der Veröffentlichung eines „Intelligent Design“-Artikels in einem Wissenschaftsjournal
"Intelligent Design" (ID) steht für den Versuch einiger Wissenschaftler, die Entstehung der organismischen Komplexität durch Bezugnahme auf eine intelligente Ursache zu erklären. Kritiker dieses Ansatzes lehnten eine Auseinandersetzung mit ID auf wissenschaftlicher Ebene wiederholt mit der Begründung ab, ID-Befürworter würden ihre Argumente nicht in angesehenen wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizieren. Im Jahr 2004 wurde jedoch in einem anerkannten Wissenschaftsjournal ein Artikel von Stephen C. Meyer veröffentlicht, welcher für den ID-Ansatz argumentierte. Der verantwortliche Redakteur des Journals, Richard Sternberg, selbst kein Anhänger von ID, sah sich daraufhin mit heftigen Reaktionen von ID-Kritikern konfrontiert. Seine fachliche Qualifikation wurde in Frage gestellt, es wurde fälschlicherweise behauptet, er habe den Review-Prozess umgangen, seine persönlichen weltanschaulichen Auffassungen wurden zum Gegenstand des Interesses, er verlor seinen Büroplatz, und seine Forschungsarbeit wurde stark behindert. Es wurde sogar Sternbergs Entlassung an seinen Arbeitsplätzen, den National Institutes of Health (NIH) und dem National Museum of Natural History (NMNH), gefordert.
In einer ausführlichen Dokumentation von Christoph Heilig werden diese Vorgänge chronologisch dargestellt (Der Fall des Richard Sternberg). Die Dokumentation zeigt, dass selbst in einer modernen, demokratischen Wissenschaftsnation wie den USA Wissenschaftler aufgrund ihrer (vermeintlichen!) privaten Ansichten massiv diskriminiert werden können. Im Fall von Richard Sternberg ging das soweit, dass sein Arbeitsplatz ernsthaft in Gefahr geriet, obwohl dies anhand der nachgewiesenen Arbeitsleistung nicht begründet werden konnte. Aufgrund dieser inzwischen weithin bekannt gewordenen Vorgänge ist zu befürchten, dass kaum ein Herausgeber eines biologischen Journals es in Zukunft noch wagen wird, einen offen für ID argumentierenden Artikel zu veröffentlichen.
Zum Bericht
Quelle:
Studiengemainschaft Wort und Wissen (mit freundlicher Erlaubnis)
Datum: 22.03.2007